Projekttag Interkulturelle Pädagogik 2018

Kurzbericht zum Projekttag „Interkulturelle Arbeit“ im Zugehen auf Michaeli
verfasst von Antje Weynans

„Natur, dein mütterliches Sein,
Ich trage es in meinem Willenswesen;
Und meines Willens Feuermacht,
Sie stählet meines Geistes Triebe,
Daß sie gebären Selbstgefühl,
Zu tragen mich in mir.“

Michaeli-Stimmung

Ein Vertiefungsbereich innerhalb der ErzieherInnen-Ausbildung ist in der „Interkulturellen Arbeit“ verortet.
Nicht nur den angehenden ErzieherInnen wurde am vergangenen Projekttag Einblick in das breite Spektrum dieser Arbeit gewährt, auch eine Klasse der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz nahm daran teil.
Die circa 100 TeilnehmerInnen hörten am Morgen zunächst einen Vortrag von Michael Buschheuer, Gründer der Organisation Mission Sea-eye. www.sea-eye.org.
Er stellte in einem sachlichen Vortrag die wesentlichen Fakten dar, die im Jahr 2015 zur „modernen Völkerwanderung“ geführt haben. Unter anderem ging er dabei darauf ein, wie sich Europa den damit geschaffenen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen gestellt hat und aktuell stellt.

Der Vortrag ging nah und ließ Betroffenheit entstehen, zugleich regte er zum Nachdenken an. In der anschließenden Stunde gab es die Möglichkeit, durch Volkstanz Tänze verschiedener Kulturen kennen zu lernen und zu tanzen.
Im weiteren Verlauf verteilten sich die TeilnehmerInnen auf fünf Workshops; darin wurden Inhalte vermittelt, diskutiert, Ideen ausgetauscht, pädagogische Fragen beantwortet und weiterentwickelt. Geleitet wurden diese von den Kolleginnen Elke Irion (Elementarbereich), Anna-Lisa Kopitzke (Elementarbereich und Inklusion) und Michaela Gatter (Krippenbereich) des interkulturellen Waldorfkindergartens in Hamburg Wilhelmsburg. Sie berichteten aus ihrer täglichen Arbeit. Herr Otmischi, ein Kollege, der im Landkreis Kassel in der Flüchtlingshilfe tätig ist, stellte sein Arbeitsfeld dar. Dr. Markgraf, Kunsthistorikerin und Dozentin am Rudolf Steiner Institut näherte sich künstlerisch dem Thema an. Frau Stoewer, seit vielen Jahren tätig für die Organisation stArt International www.start-international.org, gab Einblicke in diese Arbeit und schließlich ermöglichte Herr Buschheuer in einem Workshop, vertiefend zum Vortrag zu arbeiten.
Nach einem kleinem Mittagsimbiss folgte eine weitere Einheit in den Workshops, deren Ergebnisse in einem abschließenden Plenum zusammengetragen wurden.
Neben der intensiven Arbeit konnten wir alle eine Gemeinschaft erleben, die „nach vorne schaut“ und mit viel Motivation Ideen entwickelt hat, wie wir alle im Kleinen oder Großen zu einem gemeinsamen Verständnis für das Andere und manchmal Fremde beitragen können.

Antje Weynans

Erzieherin mit mehreren Jahren Berufserfahrung, Mutter, Studium der sozialen Arbeit und Sozialpädagogik in Kassel, Tätigkeit im Beratungszentrum der AWO Kassel (heute AKGG), Aufbau und Leitung einer nachschulischen Kinderbetreuung, Organisationsleitung der berufsbegleitenden Blockausbildung zum/r Waldorflehrer/in im Lehrerseminar für Waldorfpädagogik in Kassel

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