Tiere auf dem Waldhof

Auf dem Waldhof leben 10 Hühner (Australorps), 1 Gänsepärchen, 7 Schafe (Ostfriesisches Milchschaf), Bienen, 5 Katzen, 1 Hund (Wolfsspitz).

Die Tiere prägen die Atmosphäre des Hofes durch die Laute die sie von sich geben. Und durch ihre verschiedenen Wesenzüge, die sie in die Landschaft bringen. Sie wirken beziehungsstiftend bei den Kindern und Erwachsenen die ihre Zeit lernend und arbeitend auf dem Waldhof verbringen. Schon vor der Mauer des Geländes, im angrenzenden Habichtswaldrand ist das Schreien des Ganters zu hören, was den Einen oder Anderen Spaziergänger des Naherholungsgebietes hellhörig werden lässt.

Gänse

Innerhalb der Hofmauer ist ein Schnattern zwischen dem Gänsepärchen in verschiedenen Stimmlauten und Stimmlagen zu hören, sobald sich ein Mensch ihnen nähert. Treiben wir sie auf die Weide hört sich das Geschnatter wie ein Gespräch an, bei dem der Ganter vorn weg läuft und seine Stimme erhebt, die Gans hinterher mit ähnlichen Lauten, folgt. Das Schnattern steigert sich zum Schreien über das Fauchen bis hin zum Schnappen, je näher wir auf sie zugehen. Selbst „die gute Hand“, die das Futter reicht wird als Angriff gewertet. Im Sommer finden sie genug Gras auf der Weide. Sie freuen sich über Gänsedisteln, die wir durch Jätearbeiten in den Kulturen für sie vom Acker holen. Diese Hingeworfen, werden vor und während des Verzehrs erstmal ausgiebig „beschnattert“. Im Winter bekommen die Gänse Getreide und Äpfel zugefüttert. Sie sind Vegetarier. Gänse fressen in der Regel nicht gleichzeitig. Eine passt auf ob Gefahr droht, allzeit bereit sie abzuwehren. Zur Brutzeit, im März, wird der Ganter noch etwas angriffslustiger während er Wache hält, und die Gans auf dem Brutnest sitzt.

„Die Kommunikation der Gänsekücken mit der Brutgans und den Geschwistern beginnt schon einige Tage vor dem Schlupf.“ (Ute Rhein/Der Geflügelhof)

Sie erbrütet bei uns 3-6Gössel. Die ausgewachsene Nachkommenschaft des Gänsepärchens schlachten wir 2 Tage vor Heiligabend. Gänseeltern gehen Paarbindung ein, der sie ein Leben lang treu bleiben.

Beliebter noch als die Gänse, sind bei den Kindern des nahgelegenen Riedwiesenkindergartens, die seit vielen Jahren den Waldhof einmal in der Woche besuchen kommen, und bei den Schülern der Kasseler Grundschulen, welche die benachbarte Waldschule besuchen, die Hühner.

Hühner

Die für den Waldhof grosse Hühnerschar bewegt sich scharrend, gackernd und glucksend über einen Großteil des Hofes und wird dabei zu keiner Zeit angriffslustig. Sie scharren nach Insekten und Würmern unter den Obstbäumen. Gern scharren sie auch auf den aufgesetzten Komposthaufen, weil dort das Futterangebot an Würmern grösser ist. Von dort müssen wir sie vertreiben, weil sie ihn sonst mit der Zeit durch das Scharren wieder abbauen würden. Sie rennen aufgescheucht davon und suchen sich im nahgelegenen Quittenhang zu verstecken um sich bald darauf wieder auf die Komposthaufen zuzubewegen. . . An manchen Tagen ist schwer auszumachen wer hartnäckiger ist.

Ihre Eier sind sehr beliebt. Der Dotter ist von sonnengelber Farbe. Zur Brutzeit in den Sommermonaten sind nicht alle unsere Hennen brutwillig. 1-2 Hennen erbrüten bei uns 3-6 Kücken von denen wir bisher die Hennen behalten haben. Die Hähne müssen wir im darauffolgenden Frühjahr zu Beginn ihrer Geschlechtsreife schlachten, weil der Hahn keine Konkurrenten dulden würde.

Schafe

Auf dem Waldhof leben: 1 Bock, 6-10 Muttertiere mit ihren Lämmern, die als Jährlinge verkauft werden. Im Frühjahr drängen sie die jungen Bäume zurück die sich vom Habichtswald, durch Selbstaussaat hinter der Mauer, im Quittenhang vermehren. Die Schafe fressen die jungen Austriebe ab. Unter den 3 Streuobstweiden finden sie von April bis November Gräser, Klee und Kräuter. Ab Mitte August zusätzlich die ersten gefallenen Äpfel.

Im Sommer kümmern wir uns um ihr Winterfutter indem wir den Aufwuchs einer der Weiden, jenach Trocknungsgrad des Schnittes zu Silo oder Trocknungsheu bereiten. Für uns ist der Schafsdung von grösstem Interresse. Einmal im Jahr missten wir den Stall aus, in den sie Abend für Abend gehen. Wir schichten den Mist mit unseren Grünabfällen, die sich vom Jäten der Kulturen übers Jahr angesammelt haben auf.

Die Kinder der Jean Paul Schule sind an den Schafen aus ganz anderen Gründen interressiert. Gerne streicheln einige den Kopf von ihrem Lieblingsschaf. „Wuschel“. Oder einige wollen jeden Mittag Schäferin sein und helfen beim Treiben der Schafe auf ihre Weide. Dabei beobachten die Kleinen genau das Verhalten und Aussehen der Tiere und lernen sie zu unterscheiden. Am liebsten haben sie die Lämmer, sodass die Kinder schon 8 Wochen vor den Lammungen erwartungvoll sind.

Bienen

6 Bienenvölker werden wesensgerecht von 3 Imkern betreut.

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