Züchtung

Saatgutvermehrung bedeutet immer auch züchterisch tätig sein.

In unserer Arbeit auf dem Waldhof wenden wir verschiedene Techniken der Auslese und des Nachbaus; im Rahmen des Saatgutanbaus und der Erhaltungszüchtung an.

Besonderes Augenmerk (in diesem Jahr) liegt auf der Tomatensorte Matina, der Stangenbohne Neckargold und der Sichtung vieler Sorten Löwenmäulchen als Grundlage für Erhaltung und zukünftige Züchtungsvorhaben. 

Das schöne an der Züchtungsarbeit ist die enge Verbundenheit mit den Pflanzen. Die genaue Wahrnehmung ihrer Eigenschaften, des Rhythmus der Reifung und die Sicht eines ganzen Pflanzenzyklus, und dieses über mehrere Generationen…..

So kann der züchterische Blick entstehen und oft eine große Leidenschaft für die Arbeit.

Wer genauere biologisch-dynamische Züchtungsmethoden und Ziele kennenlernen möchte lese weiter unter: www.kultursaat.org

Die Geschichte des Saatgutvermehrens ist so alt wie die Geschichte des sesshaft werdenden Menschen.

Aus den wilden Naturformen wurden Kulturpflanzen geschaffen, die noch heute die Grundlage unserer Ernährung bilden. Eine besondere Kulturleistung die sich durch den Strom der Zeiten zieht…..

Bis seit dem Anfang des letzten Jahrhunderts die Saatgutvermehrung und Züchtung immer mehr aus den Händen der Bäuerinnen, Bauern, Gärtner und Gärtnerinnen in die Büros der Saat/und Züchtungsfirmen gelangte. Gesetze, ursprünglich erlassen zum Schutz der ZüchterInnen und KonsumentInnen und der Markt schränkten die Möglichkeiten immer mehr ein.

Diese Entwicklung gipfelt aktuell in der Saatguterzeugung mittels Biotechnologien bis hin zur Gentechnologie, der Patentierung von Sorten und in der Monopolstellung einiger global player der Chemie/Saatgutindustrie.

Die Alternative dazu ist der biologische Saatgutanbau wie er unter anderem auf dem Waldhof betrieben wird.

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