Autoren-Archive: Johannes Wolter

Heimat gestalten. Berufsbild und Schulung des Erziehers im Hort

Von Johannes Wolter, Juli 2016

Welche Entwicklungsschritte das Kind um das neunte Lebensjahr herum macht und wie die Hortner und der Raum des Hortes dazu beitragen können, dass diese Schritte in innere und äußere Freiheit führen, zeigt der Waldorfpädagoge Johannes Wolter.

Alle schulischen Orte, besonders der Hort, wollen dem Kind Heimat sein, Orte verlässlicher, Rückhalt gebender Bindungen an konkrete Menschen und Gruppenkonstellationen mit sinnerfüllten Erlebens- und Tätigkeitsmöglichkeiten. Der Erzieher muss die Beziehungen zwischen der altersgemischten Gruppe und dem einzelnen Kind durch vielfältige Anregungen gestalten. In einem solchen lebendigen sozialen Organismus balancieren sich vier miteinander in Beziehung stehende Qualitäten aus, die Rudolf Steiner als die im Menschen wirksamen Grundkräfte beschrieben hat: Formkräfte, Lebens- oder Vitalkräfte, seelische Kräfte und Bewusstseinsvorgänge. weiterlesen…

Die Einflüsse von Vererbung und Umwelt auf die Inkarnation des Kindes

Artikel für „ARTE DELL’EDUCAZIONE“ 1 quadrimestre 2014
Heiner Priess, Lübeck, 07.12.2013

Um die Inkarnation des Menschen wirklich zu verstehen ist es hilfreich, sich an eine Situation zu erinnern, in der man einmal völlig die Orientierung verloren hatte und in Panik geriet. Zum Beispiel, wie man als kleines Kind einmal in Todesangst kam, als man auf dem Bahnhof, im Kaufhaus oder auf einem Fest im Gedränge seine Eltern verloren hatte. So muß es sein, wenn der Mensch bei der Geburt seine geistige Heimat verliert und in einen völlig unbekannten Körper in einer völlig unbekannten Umgebung einziehen soll. weiterlesen…

Wege für ein Mit – und Füreinander; Freie Kinder- und Jugendarbeit am RSI in Kassel

Grundlage unserer Spielgruppenarbeit in den sozialen Brennpunkten der Stadt Kassel ist die Waldorfpädagogik, die ja von ihrem Grundkonzept her bemüht ist, für die verschiedenen Lebensabschnitte entsprechend verwandelt, Erkenntnisse und Fähigkeiten durch praktisch-künstlerische Arbeit und Übung zur Entwicklung zu bringen. Seit dem Beginn der sozialpädagogischen Ausbildung zum Erzieher in Kassel ist es das besondere Anliegen des Studienganges, die angehenden Erzieher während der Ausbildungszeit für diese Aufgaben der sozialpädagogischen Praxis vorzubereiten und Handlungsqualifikationen zu vermitteln (Konferenzarbeit, Elternarbeit, Gesprächsführung, Praktikantenanleitung, Buchführung, Organisation, Recht, Verwaltungsarbeit, Kollegiumsarbeit, Gruppenführung, Kinderbeobachtung, Umgang mit Konflikten, selbstbezogenes Lernen usw.). weiterlesen…

Die Kinderkonferenz

Artikel für „Seelenpflege in Heilpädagogik und Sozialtherapie“ 3 / 2015
Heiner Prieß, Lübeck 06.01.14

Die Kinderkonferenz dient dazu, das einzelne Kind besser zu verstehen. Mit verstehen ist hier gemeint, daß der Erzieher seinen Standpunkt verlässt und versucht, sich in das Kind einzufühlen und sich in seine Lage hineinzuversetzen. Von diesem neuen Standpunkt kann er das Kind anders sehen. Und wenn die Konferenz erfolgreich war, hat sich der Blick des Erziehers auf solche Art verändert, daß sich das Kind besser verstanden fühlt.

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