Aspekte zur Gratwanderung in der Pädagogik in der frühen Kindheit (A. Strehlow)

Unser Menschenbild ist ausschlaggebend, ob wir die Kinder der Bildung oder der Überforderung aussetzen

Aspekte zur Gratwanderung in der Pädagogik der frühen Kindheit

Almuth Strehlow, Kassel, 2012

eingestellt 12.09.2012

In dem Moment, in dem ich beginne über Bildung nach zu denken, muss ich mir erst bewusst werden welches Bild ich vom Menschen habe. Betrachte ich das Kind als in die Zukunft hinein lohnende Investition mit dem Ziel marktbezogenes Potential zu produzieren, ein Teil des Humankapitals – so kann ich mich auch über die riesigen Gewinne von z.B. Bertelsmann und Cornelsen freuen, die durch die vielen Bildungsschriften verdient werden, oder über Mikrosoft, die durch Schlaumäuse auch nicht schlechter stehen. Schließlich geht es ja um unsere zukünftige Rentenversicherung!

Mit dieser Betrachtungsweise kann ich kaum anders als das Kind als ein defizitäres Wesen zu betrachten, was in meine Zukunftsvorstellungen noch nicht hinein passt – also dem angepasst werden muss (Determinismus). Einige wenige scheinen zu wissen was wir brauchen und formulieren daraus Bildungsziele, in die die Kinder Deutschlandweit hineingefördert werden. Bildungspanik entsteht – fordern – fördern – Defizitorientierung – Außensteuerung, die zur Selbstentfremdung führt, prägen unsere Gesellschaft, prägen Kindheit anstelle von Vertrauen, Hinwendung, liebevoller Annahme, Interesse am Anderssein – an der Einzigartigkeit der Individualität und Mut in die Veränderung.

Deswegen möchte ich ein Bild entfalten und dies im Vergleich immer wieder dem momentanen Bildungswahn gegenüberstellen, dabei polarisiere ich sicherlich um zu verdeutlichen – geht es um Konkurrenz oder Kommunion,

geht es um Weiterführung des Bestehenden, obwohl wir alle daran viele kritische Fragen haben – oder haben wir Mut zu einer unbekannten Zukunft?

Uns alle verbindet vielleicht eine Sehnsucht – der Wunsch mit sich selber in Verbindung zu treten, Kongruenz zu erleben. Um diesen Einklang zu erleben bemühen wir uns von klein an, eine unfassbare Energie kann man bei Kindern beobachten (Aufrichtekraft). Den Suchwillen nach dem eigenen Verstehen und dem Weltverstehen nenne ich Entwicklungsimpulse, diese kommen ganz ursprünglich aus jedem Kind selber. Auch kann jeder beobachten wie unverzichtbar und wesentlich dafür die Anerkennung meines SO-SEINS in Zugehörigkeit und Liebe ist – bis ins Erwachsenenalter hinein. Humboldt beschreibt in seinen Bildungsidealen: die rauschhafte Verbindung von Ich und Welt, Steiner hat einen Meditationstext geschrieben, der das ganz deutlich beschreibt: Willst Du Dich selber erkennen,

blicke in die Welt nach allen Seiten,

willst Du die Welt erkennen,

schaue in alle Deine eigenen Tiefen.

Diese Gedanken beschreiben ein deutliches Existieren eines Ichs – in meinen weiteren Ausführungen gehe ich davon bewusst aus und versuche immer wieder darauf zurück zu kommen, denn Bildung beinhaltet für mich vorrangig, dem anderen Menschen zu verhelfen dem eigenen inneren Bild, welches wir bewusst oder unbewusst in uns tragen, immer näher zu kommen.

Der Philosoph und Biologe Andreas Weber beschreibt in seinem Buch “Mehr Matsch“ (Weber 2011:188) dieses Sich-mit-mir- eins- sein.

Wenn Bildung ist, dass die Kinder genau das, was wir uns erarbeitet haben an Wissen, reproduzieren sollen – so könnte Entwicklung ja nicht stattfinden. In allen Bereichen, in denen das Neue geboren werden konnte – Ideen erkannt wurden, ging es ja aus dem Bestehenden heraus. So ist für mich der Schlüsselbegriff innerhalb der Bildung schöpferische Interaktion!

Diesen Vorgang beschreibt Vittorio Gallese, Professor der Neurophysiologie, als er die Spiegelneuronen entdeckte:

„..es war wirklich eine Zufallsentdeckung: wir leiteten elektrische Signale von grauen Zellen ab, die die Bewegung der Tiere steuern. Immer wenn die Tiere nach dem Futter griffen, wurden diese Neuronen aktiv. Dann hörten wir in unseren Messgeräten ein Knattern. Doch als ich einmal selbst den Arm nach den Nüssen ausstreckte, ging das Knattern ebenfalls los – als hätte sich der Affe bewegt. Aber der sah nur ruhig zu. Erst glaubten wir an einen Fehler. Nach einer Weile begriffen wir, dass sich das Gehirn des Affen tatsächlich so verhielt, als versetzte er sich in den Kopf des Versuchsleiters. Wenn das Tier die Bewegungen eines anderen beobachtet, spiegeln diese Neuronen also das Verhalten des Gegenübers. Darum nannten wir sie Spiegelneuronen.“(Interview im Zeitmagazin Nr. 21 15.05.2008:29)

Ergibt sich nicht daraus, dass er seine subjektive Wahrnehmung für WAHR – NIMMT und weiter forscht? Dass ich meine Wahrnehmung ganz erlebe, ich mit mir verbunden bin und mir vertraue –dies sollte ein wichtiges Bildungsziel sein. Dieser Gedanke wird heute immer lauter – die Wissenschaft ist nicht objektiv – sondern subjektiv. Diesem Gedanken möchte ich ein Stück weit nachgehen. Mein eigenes Weltbild prägt jede Forschung, so auch innerhalb der Erziehungswissenschaften (Wirtschaftseinflüsse).

Unser Förderwahn geht vom Ausgangspunkt aus, dass permanentes Wachstum herrschen muss, dass Wissensgesellschaft die wichtigste Ressource ist, dass diese optimiert werden muss – d.h., dass Begriffe des Wirtschaftslebens auf den Menschen projiziert werden (zweckgebunden, Neugier des Kindes ausnutzen, systematischer Aufbau von Wissensvermittlung).

Ausgangspunkt ist dabei, dass mein Wissen richtig ist??? Dies ist eine fatale Annahme wenn man in die Vergangenheit schaut (Röntgenstrahlen, Atomspaltung, Genese oder Epigenese, Neurologie, …).

Das Erlernen von bestehendem Wissen kann in der Bildung eigentlich nur ein kleiner Faktor sein, denn eigentlich geht es ja um Fühlen, Handeln-und Denken LERNEN. Kognitive Fähigkeiten erringen bedeutet selber die Fähigkeit des Denkens erlernen, intelegere bedeutet wahrnehmen, verstehen und erkennen – da heraus entsteht ein Bildungsauftrag. Diese Fähigkeiten muss ich in der Reihenfolge, entwicklungspsychologisch und medizinisch begründet, aus innerem Bedürfnis erlernen dürfen. Reproduktion des bestehenden Wissens ist die Wiedergabe von Vergangenem, ein sich erinnern und festhalten.

Wenn ich die Kinder anrege durch Projekte zur Förderung z.B. des elektronischen Wissens, ist mein eigenes Wissen relevant: Was habe ich wahrgenommen, was verstanden, was für Fragen entstehen da heraus in mir und führen zu einer Erkenntnis. Beziehen sich meine Fragen auf die Elektrotechnik oder will ich die Fragen des Kindes in seinem Entwicklungskontext verstehen. Das Förderprogramm kann ich mir – vertrauend auf den Autor- aus einem schrittvorgebenden Buch reproduzierend aneignen – zum einen verstehe ich dadurch nicht wirklich was Elektrizität ist, zum anderen sagte mir ein Elektroingenieur, dass das Beschriebene in dem Buch sachlich fehlerhaft ist und drittens gehört für mich die Frage danach nicht in den Kindergarten, sondern in die Oberstufe des Physikunterrichts – warum in den Kindergarten? Wahrscheinlich verstehen wir den 6 jährigen Jungen in seinem Spiel z.B. des Elektrikers falsch, vielleicht will er nicht unser Wissen von Elektrizität verstehen, sondern er lebt im Spiel nach, was sich gerade an Verknüpfungen in seinem Organ Gehirn innerhalb der Frontallappen vollzieht, was ihn befähigt gedanklich Verknüpfungen herzustellen. Durch ein Kohärenzerleben kann er auch erlebt haben, dass Alles energetisch miteinander verknüpft ist im Leben.

Die Ausgangslage innerhalb des Menschenbildes ist in dem Buch “Natur-Wissen schaffen“ von Fthenakis und Eitel (2008) fraglich. Es wird beschrieben, dass die Kinder Lernen lernen müssen – wobei von fünf Sinnesbereichen ausgegangen wird, obwohl in der Sinnesphysiologie seit 1962 von neun Bereichen ausgegangen wird. Auch beschreiben die Autoren, dass die Kinder lernmethodische Kompetenzen erlernen sollen durch die Reflexion der Lernschritte auf der Metaebene (:17). Diese schwierige Übung versuche ich seit ich Erwachsene bin – die einzelnen Schritte meines Denkens bewusst im Denkprozess zu verfolgen, Einflüsse meines Gefühls darin zu erkennen, biografische Einflüsse zu entschlüsseln… in meinen Augen ist dies eine hohe Kunst, die ich auch mit Studenten übe und ich verstehe nicht, wie ein Mensch dies von Kindern fordert, kenne ich doch kaum Erwachsene, die das können.

Indem wir unser Wissen so aus unserer Erwachsenenperspektive weitergeben, vertrauen wir unserer eigenen Wahrnehmung nicht. Kinder haben andere Fragen, ein anderes Bewusstsein, ein anderes Weltbild. Erinnern Sie sich an die Mengenlehre oder Atommodelle, das ganze materialistische Weltbild ist nur Annahme – kaum einer hat doch von John von Neumanns (1903-1967) Gedanken der Nicht-Lokalität und der Nicht-Zeit innerhalb der Quantenphysik gehört:“ Das Universum setzt sich nicht aus Materieteilchen zusammen, sondern aus Wissensteilchen, subjektiven bedeutungshaltigen Teilchen im Bewusstsein!“(van Lommel 2011). Können Sie den Einfluss der Gedanken aus ihrer Schulzeit wach einbeziehen in ihre Reflexion des Denkens und gleichzeitig die Inhalte der Quantenphysik verstehen?

Durch die heutige Wissenschaft ist unser Weltbild zerstückelt im beständigen Analysieren – Zergliedern – das Kind lebt uns ein anderes Bild vor, es will die Welt in ihrer Ganzheit verstehen, der Holismus ist in meinen Augen ein zu erreichendes Ziel, dem wir in einigen Bereichen zum Glück näher kommen.

Wenn wir FORDERN – also zwischen zielorientiertem erwarten oder hoffen und zutrauen stehen, nehmen wir eine andere Haltung ein, die wesentlich ist. Indem wir fordernd fördern – vorwärtsbringen, leiten wir das Kind in unsere Richtung, von der wir nicht wissen, ob sie richtig ist, in der Zukunft trägt. Wenn wir zutrauen sind wir gespannt auf eine unbekannte Zukunft.

Diese innere Haltung drückt sich in unserer Sprache aus. Im Förderheft der Mathematik (Mildenberger Verlagsheft 2012) wird permanent von trainieren geschrieben, was inhaltlich bedeutet: ziehen, ausbilden, abrichten!

In einem Zweig der Wissenschaft wird ganz dezidiert beschrieben, dass sich das Mathematische Verständnis aus der Motorik entwickelt, ebenso wie das Sprachvermögen und Schriftverständnis. In einem anderen Zweig wird von der neurologischen Entwicklung beschrieben, dass die vorderen Frontallappen im Gehirn sich vorrangig um das sechste Lebensjahr entwickeln. Wären wir in der Lage ganzheitlich, holistisch zu denken, so würden wir die frühe Bildung doch nach den neuesten Erkenntnissen und unserer Beobachtung im Dialog mit anderen Beobachtenden gestalten. Immer mehr Kinder haben mit Schuleintritt massive Bewegungsstörungen, immer mehr junge Menschen leiden daran, dass sie keinen guten Zugang zur Schriftsprache sich erwerben können. Als Dozentin, seit 20 Jahren, kann ich zunehmend beobachten wie die jungen Erwachsenen damit kämpfen, darunter leiden, sei es im Sport, in den Klausuren oder im Finden der eigenen Richtung ….

Die gravierende Frage ist im Bildungssystem wann, was und wie lernt der Mensch – was ist aus der Entwicklung des Einzelnen dran, altersentsprechend, wie individualisiere ich, wie kann ich das Motiv des einzelnen Kindes erkennen. In der Lernforschung, mit der ich mich viel beschäftige, wird immer deutlicher, dass das individuelle Motiv der ausschlaggebende Punkt ist. Erinnern Sie sich an ihre Schulzeit – da, wo Sie aus eigenem Antrieb ein Referat zu einem selbstbenannten Inhalt erarbeitet haben, knüpfen sich noch intensive Erinnerungen und Erfahrungen, da wo Sie für eine Arbeit kurz den Inhalt gepaukt haben wissen Sie kaum etwas bis nichts mehr.

Lerne ich aus eigenem Antrieb – intrinsisch dh innengesteuert oder außengesteuert, extrinsisch – darauf möchte ich näher eingehen. In vielen Übheften wird nach preußischem Prinzip mit Zuckerbrot (heute Sticker genannt) und Peitsche gelernt (Gesamtprogramm Mildenberger 2012:25), es wird ein Belohnungssystem benutzt um ein produktives Training, eine Konditionierung (Lieferbedingung), eine Automatisierung zu entwickeln – wörtlich wird dies so beschrieben und keiner schreit auf! Es wird die Welt zerstückelt und zergliedert in Gedichtanalyse, Sachanalyse, Erzählteanalyse und Multiple-Choice-Fragen sowie bewertendes Lesen. Wir nehmen dem Kind die Erfahrung des sich Verbindens mit den Bildern der Welt, der Ganzheit, von der es sich gerade seelisch in Stich gelassen fühlt, da die Trennung Ich und Welt in seinem Bewusstsein gerade aus ihm selber heraus aufdämmert. (3.Klasse/9.Lj)

Angeblich hat jedes 5.Kind Aufmerksamkeitsstörungen, jedes 4. Kind im Vorschulalter Bewegungsstörungen, knapp 50% der Jugendlichen haben chronische psychosomatische Störungen, 1/6 der Kinder erkrankt an Depression, Angststörungen oder Essstörungen (J.Bauer, Psychologe Freiburg), Kindergartenkinder erkranken an Altersdiabetis, Herzinfarkten und anderen degenerativen Krankheiten, manches Kind – schon in der Krippe! – hat stressbedingt höhere Hormonausschüttungen als ein Manager! Die Erlebnisse mit den jungen Studierenden lassen in mir die Fragen entstehen, wie können die jungen Menschen Selbstbewusstsein anstatt Selbstzweifel, Lebensenergie anstatt Krankheit, Lebensmut anstatt Lebensangst … entwickeln. Der Bundespräsident Joachim Gauck sprach den wichtigen Satz Gandhis in seiner Antrittsrede aus: „nur ein Mensch mit Selbstvertrauen kann Fortschritte machen und Erfolge haben“. Er betont, dass die Bedeutung der Wertegemeinschaft wesentlich ist: „so habe ich gelernt in einem langen Leben-, Ängste vermindern unseren Mut wie unser Selbstvertrauen, und manchmal so entscheidend, dass wir beides ganz und gar verlieren können, bis wir gar Feigheit für Tugend halten und Flucht für eine legitime Haltung ….“(FAZ 24.03.12 Nr 72:9).

All dies hängt mit dem eigenen Motiv, dem individuellen Entwicklungstempo und dem sich Verbinden zusammen – mehr als 70% lernen wir außerhalb der Schule.

Nicht früher, schneller, mehr ist gesund für die Entwicklung, dazu gibt es genügend Untersuchungen, wenn man sich dafür interessieren würde. Zum Erstaunen vieler gibt es auch immer mehr Untersuchungen, die belegen, dass z.B. der IQ sich bei jedem Menschen in unterschiedlichen Tempi entwickelt und eigentlich zu keiner Zeit fest zu zurren ist auf einen normierenden Wert, ebenso verknüpfen sich die Gehirnstrukturen – neben den größer zu beobachtenden Entwicklungsfenstern – höchst individuell – unser ganzes Leben lang, abhängig von den Beziehungsebenen. Es beeinflusst die Bildung unseres Nervensinnessystems ob wir liebevoll begleitet im eigenen Tempo aufwachsen dürfen oder ob wir als zum Erfolg zu führende Projekt betrachtet werden! Enttäuschte Erwartung lässt Entfaltung stagnieren – das kennt jede Erwachsene auch aus ihrem Berufsleben. Alles „Aussortieren wegen mangelnder Leistungen“ ist eine Betrachtungsweise aus der Maschinenwelt und nicht aus menschlichem Zusammensein – Kinder, die dagegen rebellieren, vielleicht mit Leistungsverweigerung, haben es vielleicht besser erkannt als ihre Lehrer?

Geschichtlich betrachtet bezog sich früher die Intelligenz nur auf die kognitiven Fähigkeiten, bis vor einigen Jahren die emotionale Intelligenz hinzukam, doch wir müssen in meinen Augen aus holistischer Sicht verstehen, dass der wesentlichste Faktor die volitionale Intelligenz innerhalb der Bildung werden muss – also die Willensentfaltung, das Lernen den eigenen Willen kennen zu lernen und zu handhaben. Hier stößt man natürlich wieder auf das Bild, welches man vom Menschen hat, denn einige Menschen stellen den freien Willen ja deutlich in Frage. Metzinger (1999) zufolge sind wir „ mentale Selbstmodelle informationsverarbeitender Biosysteme“.

Für mich ist diese Aussage Kränkung des Menschseins, wenn das Ich als nützliches Konstrukt des Gehirns beschrieben wird. Diese materielle Weltanschauung trennt massiv in Realität physikalischer Art und bezeichnet die subjektive Erlebniswelt als unreal, d.h. wir sollen unserem täglichen Erleben nicht mehr glauben! Warum glaubt der Forscher dann diesen seinen Aussagen?

Die Naturwissenschaft hat lange in Teilchen, Quantitäten eingeteilt, z.B. Farbe in Wellen, Lichtfaktoren … – als Malerin erlebe ich aber Qualitäten und ihre Wirksamkeiten bis in den Organismus hinein – was vermitteln wir nun den Kindern? Gerade die Gehirnforschung hat heute massive Auswirkungen auf unser Weltbild – und somit auf das Bildungssystem, wobei es hier gravierende unterschiedliche Richtungen gibt. Also beeinflusst mein Menschenbild in höchstem Maße die Bildung der mir anvertrauten Menschen.

Ist das Gehirn unsere Steuerungszentrale oder ein Organ von vielen, welches uns ermöglicht in Beziehung zur Welt zu treten und mir dessen mehr und mehr bewusst zu werden – dank der Spiegelung der Welt in mir und des Erlebens meiner Selbst innerhalb der Welt.

Wesentliche ist, dass durch die Beziehung zueinander die Vorgänge angestoßen werden, die sich im Schlaf physisch im Organ abbilden, deren Entwicklungsfenster es zu verstehen gilt. Räumliches Vorstellungsvermögen entsteht beispielsweise durch jahrelange Bewegung im Raum, im selbsttätigen Durchmessen des Raumes mit allen Gliedern, im selbstständigen experimentellen Bewegen von Geburt an, stetig selber dabei unser Gehirn formend. Lebensgrundlage dafür ist möglichst viel Schlaf in den ersten Lebensjahren. Im Erüben von Entfernungsehen, welches etwa mit 9 Jahren gelingt (perspektivisches Malen taucht auf), für das die eigenständige Aufrichtung Voraussetzung ist, ist die leibliche und seelische Bedingung geschaffen. Bei diesem feinen Vorgang wird deutlich, dass das Kind aus eigenem Antrieb, in eigenem Tempo den nächsten Entwicklungsschritt initiiert, dass sich durch Selbstbetätigung Reife entwickelt. Es ist auch inzwischen erforscht, dass die gleichen Zellen, die unser Gehirn bilden, in der Herzinnenwand und im Darm bestehen und wir nicht nur mit unserem Gehirn erinnern, sondern mit dem ganzen Leib. Zu wachem Bewusstsein kommt es lediglich im Gehirn, aber Erfahrungen und Fähigkeiten sind nicht immer wachbewusst. Die beiden Naturwissenschaftler Thomas Fuchs (Das Gehirn – ein Beziehungsorgan 2010) und Pim van Lommel (Endloses Bewusstsein 2011) beschreiben eindrücklich wie fatal die reduktionistische Betrachtung sich auf das Menschsein auswirkt, denn unsere Gedanken prägen unsere Wahrnehmungen. Beide plädieren für eine Erweiterung unseres Menschenbildes, eine Erweiterung in andere Dimensionen, der zugrunde liegen muss Achtsamkeit und Vertrauen in mein ganzes Sein und das der anderen. Stets geht es um Verbindung – Bindung.

Das Menschenbild prägt unsere Bildungswerte: Warum soll eigentlich ein Leben erfolgreich sein – was versteht der Einzelne unter erfolgreich? Wer prägt die Denkweise des ewigen Wachstums, zeigt uns unsere Beobachtung doch, dass es diese nicht geben kann? Warum sollen alle die gleichen Inhalte erinnern? Darf Lernen auch ohne Druck mit Einfallsreichtum gepaart stattfinden? Warum soll ich in der Krippe für den Kindergarten vorbereitet werden, im Kindergarten auf die Schule, in der Schule auf das Studium, im Studium auf den Beruf – wo werde ich auf das Leben vorbereitet? Stellen Sie sich eine Gesellschaft vor, in der jeder zufrieden, gesund, erfüllt, sinnvoll befriedigt, vielfältig angeregt ist? Wenn nicht Wettbewerb und Leistungsdruck uns vorantreibt, sondern eigener Entwicklungswille und Hilfsbereitschaft in gegenseitiger achtsamer Wahrnehmung. Dann bräuchten die Pippi Langstrumpfs von heute keine Medikamente, sondern Lernräume würden ganz anders aussehen – es wären Lebensräume. Haben Sie die Geschichten nicht als Kind auch bewundernd verschlungen und sich gewünscht auch so eigenständig und mutig zu sein? Das Kind bräuchte die Eltern nicht als Terminplaner, Chauffeur und Lerncoach, denen es zur Last fallen muss, den Lehrenden nicht als Notengebenden bewertenden Kontrolleur. Unser Schulsystem ist in den Grundzügen noch wie zu Beginn der Industrialisierung und längst überholt.

Das Kind wäre unser Lehrer, wenn wir ihm mehr Raum ließen sich aus sich selber zu entwickeln. Kognitionsforscher haben das erkannt – das unstrukturierte, imaginative, von Erwachsenen freie Erobern einer natürlichen Welt ist Voraussetzung für eine gesunde motorische und seelische Entwicklung, die die Grundlage zum Denkenlernen ist.

Für mich ist die wesentlichste Bildung in den ersten sieben Lebensjahren das freie Spiel, in der sich alles vorher Angesprochene entwickelt – aus dem Kind heraus, welches von authentisch handelnden Menschen umgeben ist. (Zitatsammlung zum Spiel im Anhang)

Bis ins Erwachsenenalter hinein ist beobachtbar, dass in der Entwicklung bestimmte Stufen bestehen – in der Biografieforschung ist dies deutlich beschrieben, durch Maslow z.B. innerhalb der Moralentwicklung erforscht. In der Kindesentwicklung ist uns dies am bekanntesten, im Spiel kann man ganz spannende Entdeckungen dazu machen.

Im Folgenden möchte ich versuchen zu entwickeln, warum das Spiel lebensnotwendig ist um ein freier Bürger in einem Demokratischen Staat zu werden, der sich nicht von der Wirtschaft, somit Werbung, Medien, anderem was führen will, blind lenken lässt.

Schon die erste Stufe ist wesentlich, das Spiel ist ein Entdecken, Erforschen des eigenen Leibes, der lebenslang ja Instrument meiner Person sein soll. Durch das „unabgelenkte“ Körperspiel entdeckt das Kind diesen ihm anfangs fremden Leib. In reiner Wahrnehmung – ohne Urteil, hoch konzentriert, wenn wir es nicht stören, lernt das Kind sich anzunehmen. Seine Selbstwirksamkeit entdeckt es, Körperbeherrschung erlernt es, die eigene Fähigkeit sich durch die eigene Kraft aufzurichten- was wir ihm hoffentlich nicht abnehmen, Vertrauen in sich, den selbstbestimmten Umgang mit Frustration – ´Nichtgelingen`, also im eigenen Tempo nach eigenem Können vorzugehen. All dies ist geheimnisvoll jedem Kind, das diese Phase in Ruhe erleben darf, zu eigen – das Kind weiß aus sich selber heraus, welches der nächste Schritt ist – jedes Kind für sich. Wenn es für weitere Schritte reif ist – bis in die Gehirnstrukturen wird das deutlich, für uns Laien aber nicht erkennbar – beginnt das Kind sich die Gegenstände der Welt zu erobern – der Radius weitet sich. Materialien, Gewicht, Dichte, Klang … alle Eigenheiten der umgebenden Welt werden erobert um sich daran die Sinnesfähigkeiten – und damit weiter die Organe zu bilden. Das Kind ist ganz im TUN, willentlich bildet es sich aus – wie einem eigenen inneren Ziel folgend, denn jedes Kind untersucht andere Dinge, auf andere Art. Ist dann der Raum mit den Gegenständen immer vertrauter, werden die Dinge ihrer anregenden Umgebung gemäß verwandelt – die schöpferische Phantasie erwacht. Empathisch verbindet sich das Kind mit der Welt – die höchste Form des Einfühlens, Mitfühlens wird geübt. Solche Übungen kann sich keiner von uns ausdenken. Die Qualitäten, die eine Forscherin, ein Ingenieur, eine Heilpädagogin, ein Elternteil, eine Künstlerin …braucht, lernt das Kind hierbei alle kennen, vor allem die Kraft der eigenen Schöpfungsfähigkeit.

Die Wirklichkeit ist das was ich schaffe als Grundlage für das eigene Sein!

Zu dieser Entwicklung braucht das Kind natürlich sinnvoll tätige Vorbilder, darauf gehe ich aus Platzgründen hier nicht näher ein. Nun hat das Kind durch das Spiel an seinen Willens – und Gefühlsqualitäten gearbeitet und daran ist sein Sprachvermögen und sein Denkvermögen erwacht, die körperlichen Fähigkeiten stetig ausbauend. Es braucht keine Sprachförderung, wenn wir mit dem Kind von Anfang an in Ruhe sprechen und es ohne Schnuller unsere Sprache nachahmend erobern darf. Es braucht keine Bewegungsförderung, wenn wir dem Kind die Entwicklungsräume zur Selbsteroberung zur Verfügung stellen. Schnallen wir es allerdings stundenlang in völlig ungesunder Haltung in einen MaxiCosi, stecken wir ihm einen Schnuller in den Mund und tragen wir es so durch die reizüberfluteten Straßen, dann bedarf es sicher viel Zeit und Geduld um die durch uns angerichteten Entwicklungsverhinderungen wieder aus zu bügeln. Aber nicht durch Kognitive Förderung helfen wir dem Kind, sondern aus Erkenntnis des menschlichen Entwicklungsbedürfnisses, die wir es zu seiner Zeit aus intrinsischer Motivation sich entfalten lassen!

Das Denken erwacht aus der eroberten Bewegung, der selbsterrungenen Sprache, die Grundlage für Mathematisches Verständnis oder Schreibfähigkeit sind.

Vergangenheit Gegenwart Zukunft

Formtrieb Spieltrieb Stofftrieb

Denken Fühlen Wollen

Kunst

Diese Gedanken hat schon Schiller entwickelt, Fred Donaldson, ein weltbedeutender Spielforscher hat in seinem Buch: „Playing by heart“ wesentliche Gedanken dazu entwickelt und erforscht – Schwerpunkt liegt dabei auf dem Verbinden von ICH und WELT – der absoluten inneren Präsenz.

Pestalozzi sagt: „Der Mensch, wenn er werden soll, was er sein muss, muss als Kind sein und als Kind tun, was ihn als Kind glücklich macht.“

Die Wirklichkeit ist das was ich schaffe als Grundlage für das eigene Sein – ich bin Schöpfer! (Zitat Vinzens – siehe Anhang)

Das Vorstellungsspiel und die davor liegende Phase der Langeweile sind in meinen Augen menschheitlich prägendste Momente in einer Biografie, in einem Staat sogar! Wachten im vorhergehenden Spiel die Erkenntnisse über die Welt allmählich über die Handlung auf, so kehrt sich nun etwas um – der Mensch lernt aus eigenem Erkennen in eine Handlung selbstwirksam ein zu tauchen – frei, aus eigener Verantwortung heraus! Gerechtigkeitsempfinden,

Fähigkeitskompetenzen, Achtung des Andersseins … alle die notwendigen menschlichen Qualitäten für eine demokratische Gesellschaft, in der Anderssein nicht zur Ausgrenzung führt, werden im gesunden Spiel aus dem eigenen Inneren entwickelt – WENN MEINE UMGEBUNG ES MIR VOR LEBT!

Als Konsequenz aus dem Vorstellungsspiel beginnt das Kind Regeln für ein Miteinander zu konzipieren, die Notwendigkeit der Regeln werden aus dem eigenen Inneren erkannt. Jede Regelfülle vorher stört den Prozess, wie das äußere leibliche Aufrichten bis in die Knochenbildung das innere Aufrichten stört.

Gerade in der letzten Zeit vor der Schule ist es in meinen Augen wesentlich herauszufinden, welcher Art die Entwicklungsräume gestaltet sein müssen, damit das Kind von der Vielfalt der Welt berührt wird, was es begeistert, womit es sich in freier Form verbinden will. Nicht die Gestaltung von Laboren ist unsere Aufgabe, sondern das Erkennen der Vorgänge und Ermöglicher zu sein, die Vorgänge selbsttätig auszubauen.

Vaclav Havel (Angst vor Freiheit) schreibt: „die einzige Ideologie, die wir haben sollten, ist die, dass wir die Achtung der Menschenrechte würdigen in der jedweiligen Einzigartigkeit des einzelnen Menschen.“ So vor allem im Kind durch das Verständnis von Entfaltung!

1919 sagte Steiner in einem Vortrag(Die Erziehungsfrage als soziale Frage): „ eine der allerwichtigsten sozialen Fragen für die Zukunft, ja schon für die Gegenwart, ist einmal die Erziehungsfrage. … Frei wird man nur, wenn man zuerst als Kind möglichst intensiv Nachahmer war.“

Für die Gedanken des Wirtschaftslebens brauche ich ein inneres Erleben der Geschwisterlichkeit, dazu ist ein In- mir- beheimatet- sein Voraussetzung (Körperspiel), denn sonst suche ich die Heimat in nationaler Umgebung und kann nicht Globalisierung in moralisch gesunder, menschengemäßer Form verantwortlich vollziehen (Rollen und Vorstellungsspiel).

Für ein verantwortliches Stehen innerhalb der Demokratie, also einem zukünftigen Staaten-und Rechtsleben, muss ich zum einen Selbstvertrauen und Vertrauen in die moralische Qualität des Anderen entwickelt haben, zum anderen ein inneres Empfinden von Gerechtigkeit. Dies bedeutet ja nicht alles für alle gleich, sondern für jeden individuell zu seinem rechten Weg stimmend.

Vor allem aber muss ich mein Handeln mit meinem Gefühl und dem Denken in Einklang bringen – Holismus, Ganzheitlichkeit leben.

Individualismus und Freiheit, als dritte Qualität, die, wie die anderen beiden auch schon seit der Französischen Revolution gefordert werden, darf nicht mit Willkür im Handeln verwechselt werden, sondern bezieht sich ja vorrangig auf das Geistesleben – Liberalismus, Toleranz, Religionsfreiheit, Meinungsvielfalt … all das übt das kleine Kind als Fähigkeiten in eigener Reihenfolge und Intensität im Spiel.

So kann ich Verbindungen knüpfen:

Im ersten Jahrsiebt übt das kleine Kind intensiv Freiheit – als „Ordnungsprinzip“ der Kultur, der Wissenschaft, der Kunst, der Religion, der Bildungsmöglich- keiten durch die Nachahmung. Durch freie Handlung erobert es sich alle Grundlagen – durch das eigene Motiv wird seine Zukunft innerhalb einer Menschengemeinschaft wirksam, um dadurch neue Formen einer Gemeinschaftsbildung zu ermöglichen.

In der Grundschulzeit lernt das Kind aus Liebe zu authentischen Vorbildern das Prinzip des Rechtslebens, was es vorher im Spiel veranlagt hat, durch die Handlungen und Haltungen der Menschen untereinander, nicht weil es die Verordnungen nachplappernd auswendig lernt, sondern weil es Formen aus eigenem inneren Erleben als richtig – Richtungsweisend miterleben, mit entwickeln darf. Da es im Spiel die Notwendigkeit der Menschenrechte, der Menschenwürde im gemeinsamen Umgang, das Miteinander-verhandeln zur Einigung und dem Sich- daran- halten, erfahren hat, kann es neue zeitgemäße Formen entwickeln, die nicht nur ein Erhalten der heutigen Formen bedeutet.

In der Oberstufe, die hoffentlich bis ins junge Erwachsenenalter reicht, steht nun die Geschwisterlichkeit auf einer neuen Stufe – aber fußend auf den Erfahrungen des Spiels der Kindheit. Ein ausbeutungsfreies, naturgemäßes mitmenschliches Wirtschaftsleben und eine Einkommens –und Vermögensverteilung, die alle teilhaben lässt an der Produktivität unserer arbeitsteiligen Wirtschaft braucht andere Bürger, als die, die das schon gedachte immer früher nachlernen – reproduzieren können und nicht selber denkend, gefühlsverständig handeln können.

Wenn ich erlebe, dass man in den Universitäten dann immer noch das Reproduzieren, das Vorgekaute nachzuvollziehen pflegt innerhalb der BA und MA Studiengänge erfüllt es mich mit Grausen den zukünftigen Menschen gegenüber, die doch alle eigentlich einen Impuls für die Zukunft mitbringen wollen – den sie aber meist nicht entfalten dürfen. Der Verlust des eigenen Lebensmotives, das gar nicht erst entdecken dürfen desselben, ist das Schwächende in unserer Gesellschaft, macht des Lebens müde, führt zum Burnout, zu Krankheit. Der Gedanke von W. Humboldt: ´Bildung in Allseitigkeit ohne Zweck, ohne Nützlichkeit und Verwertbarkeit` ist lange schon verloren gegangen, es liegt an jedem einzelnen von uns ihn wieder auferstehen zu lassen und mutig neue Wege zu gehen um Lebenskünstlern einen Weg zu bereiten.

Berührend deutlich drückt Johanna Taraba (21J., eine junge Studentin) wichtige Gedanken zum Thema aus:

„Ich erkenne, dass ich nicht weiß, was es für andere Menschen bedeutet „Mensch“ zu sein, dass mein Wesen keinen fertig gebildeten Begriff hat und somit der Möglichkeit nach die ganze Welt umfassen kann, dass ich mein Menschsein verliere, sobald ich aufhöre, selber danach zu streben, aktiv Mensch zu werden, dass es eine geheimnisvolle Verbindung von „Ich“ und „Du“ gibt und, dass mein wahres Menschsein im raumlosen „Zwischenraum“ der Begegnung erscheint.

Außerdem: dass durch das kleine Wörtchen “Ich“ in den Sätzen dies für jeden Menschen gelten könnte, egal ob tot oder lebend, weil wir eine Menschheit sind.

Was für eine Erkenntnis! Als ich dies wirklich zu begreifen begann, spürte ich, dass es fortan mein künftiges Handeln bestimmen sollte. Nein, dass ich will, dass es mein Handeln bestimmt!“ ( Erziehungskunst 12/2011)

erstellt am 19.06.2012

Anhang:

Vinzens ( in: Lasst die Kinder spielen 2011)
„Das Spiel ist die anthropologische Urform des Übens, und die geht einher mit einer anderen anthropologischen Ureinsicht, nämlich der Sturzgefahr, der Irrtumsfähigkeit des Menschen. Irren ist nicht menschlich, weil sich der Mensch irren kann, sondern nur weil er irren kann, wird er ein freier Mensch: und nur weil er ein Wesen ist, das sich selber in die Weltverhältnisse stellt und sich selbst ins Spiel bringt, ist er Mensch.“

Plato (427-348 v.Chr.)
Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen als im Gespräch in einem Jahr.

Maxim Gorki : Das Spiel ist der Weg der Kinder zur Erkenntnis der Welt, in der sie leben.
Albert Einstein: Das Spiel ist die höchste Form der Forschung
Thomas von Aquin
Es ist das Spiel und nur das Spiel, das den Menschen vollständig macht. Das Spiel ist notwendig für das Leben wie das Ausruhen.

Fröbel (1782-1852): Die Quelle alles Guten liegt im Spiel.
Rousseau: Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann.
Ovid: Durch das Spiel liegen unsere Herzen offen dar.
Oliver Holms (1809-1894)
Leute hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!

Karl Marx: Nur Arbeit und kein Spiel macht dumm.
Frederic Vester: Spielen ist die einzige Art richtig verstehen zu lernen.
Britz-Crecelius
Es gibt nichts von alledem, was Menschen tun, kennen, sehen, denken, hoffen und fürchten, das nicht im Spiel der Kinder schon begonnen, erfahren, geübt oder doch geahnt würde.

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